Eingehende Verkaufsbelege
Die Struktur der Eingehenden Verkaufsbelege ermöglicht die Verarbeitung von Aufträgen aus Drittsystemen in Business Central. Durch individuell anpassbare Prüfroutinen wird sichergestellt, dass die Daten in den eingehenden Verkaufsbelegen vor ihrer Verarbeitung in tatsächliche Verkaufsaufträge auf Konsistenz, korrekte Adressen und Duplikate überprüft werden.
Einrichtung
Eingehende Verkaufsbelege Einrichtung
Die [Eingehende Verkaufsbelege Einrichtung] dient dazu, die zentralen Einrichtungen für die Verarbeitung eingehender Verkaufsbelege zu hinterlegen. Neben den Nummernserien, die für die eingehenden Belege verwendet werden sollen, gibt es beispielsweise die Möglichkeit zu steuern, ob die aus den eingehenden Verkaufsbelegen erzeugten Aufträge direkt freigegeben werden sollen.
Die Details, welche Felder für welche Funktionalitäten verantwortlich sind, können den Tooltips direkt in der Anwendung entnommen werden. Über die Aktion [AWS zur Verarbeitung anlegen] wird ein Aufgabenwarteschlangenposten angelegt, der periodisch die eingehenden Verkaufsbelege verarbeitet. Die auszuführende Codeunit ist „5371231 - Inb. Doc. Check Mgt.TWC“.
Prüfschritte
Die zur Verarbeitung der eingehenden Verkaufsbelege benötigten Prüfroutinen werden über die [Eingehende Verkaufsbelege Prüfschritte] definiert. Über die Aktion [Standard Prüfschritte einfügen] werden alle im System vorhandenen Prüfschritte in die Tabelle eingefügt. Individuell entwickelte Prüfschritte können manuell ergänzt werden. Das Feld [Weiterverarbeitung verhindern] legt fest, ob bei einer fehlgeschlagenden Überprüfung keine weiteren Prüfschritte für den Beleg ausgeführt werden sollen.
Die bereits im WebConnector enthaltenen Prüfpläne haben folgende Aufgaben:
| Verkaufsbelegstatus | Kurzbeschreibung | Beschreibung |
|---|---|---|
| ADDRESS | Adressprüfung | Prüfung der Pflichtfelder auf Basis der Pflichtfeldprüfung Einrichtung. |
| IDENT_CON | Kontakt identifizieren | Sind die Felder [Verk. an Kontaktnr.] oder [Rech. an Kontaktnr.] im eingehenden Auftrag nicht gefüllt, versucht die Codeunit den passenden Kontakt zu finden. Die Identifikation erfolgt über die Felder [Name], [PLZ-Code], [Länder-/Regionscode], [E-Mail] und [USt-IdNr.]. Im KatarGo Kontext wird zusätzlich auf die [Zuständigkeitseinheit] geprüft. Wird ein Kontakt gefunden, wird dessen Nummer in das Feld [Verk. an Kontaktnr.] bzw. [Rech. an Kontaktnr.] zurückgeschrieben. |
| CREATE_CON | Kontakt anlegen | Sind die Felder [Verk. an Kontaktnr.] oder [Rech. an Kontaktnr.] im eingehenden Auftrag nicht gefüllt, erstellt die Codeunit auf Basis der im eingehenden Auftrag enthaltenen Adressfelder die jeweiligen Kontakte und schreibt die Kontaktnr. zurück in die Felder [Verk. an Kontaktnr.] bzw. [Rech. an Kontaktnr.]. |
| CHECK_CON | Kontakte prüfen | Prüfung, ob die in [Verk. an Kontaktnr.] bzw. [Rech. an Kontaktnr.] definierten Kontakte existieren, ob die Debitoren existieren und ob die Debitoren gesperrt sind. |
| CHECK_POS | Positionen prüfen | Prüfung, ob die Artikel der eingehenden Verkaufsauftragszeilen in Business Central existieren und ob sie gesperrt sind. |
| CHECK_DUPL | Prüfung Belegdublette | Prüfung, ob es bereits einen (eingehenden) Auftrag mit derselben externen Belegnummer im System gibt. |
| CREATE_DOC | Beleg anlegen | Diese Codeunit legt den Auftrag im System an und verschiebt den eingehenden Verkaufsauftrag in die Reg. Eingeh. Verkaufsaufträge. Die Auftragsnummer wird am Reg. Eingeh. Verkaufsauftrag als Referenz vermerkt. Erst an dieser Stelle wird das Sachkonto für die Frachtzeile ermittelt, da vorher sonst ggf. kein Debitor zur Verfügung steht. |
Prüfpläne
Die Reihenfolge der Abarbeitung der einzelnen Prüfschritte wird über die „Eingehende Verkaufsbelege Prüfpläne“ festgelegt. Mit der Aktion [Standard Prüfpläne einfügen] kann eine Defaulteinrichtung erstellt werden. Über das Feld [Belegart] besteht die Möglichkeit, je nach Belegart unterschiedliche Prüfpläne zu definieren. Die aktuell im WebConnector enthaltenen Prüfschritte beziehen sich alle auf die Belegart „Auftrag“.
Funktion
Die Liste der eingehenden Verkaufsbelege kann über „Eingehende Verkaufsbelege“ geöffnet werden. Ein Job in der Aufgabenwarteschlange bearbeitet diese Tabelle periodisch ab und führt dabei die eingerichteten Prüfpläne mit den dazugehörigen Prüfschritten aus. Durch die verschiedenen Prüfschritte werden die Daten des Drittsystems auf Konsistenz geprüft, Kontakte und Debitoren bei Bedarf angelegt und schließlich der eigentliche Verkaufsauftrag erstellt. Wenn der Auftrag erfolgreich angelegt wurde, wird der eingehende Verkaufsbeleg registriert. Dabei wird der Eingehende Verkaufsbelege gelöscht und in die Tabelle [Reg. Eingeh. Verkaufsbelege] verschoben. Die eingehenden Verkaufsbelege, die nicht vollständig automatisiert verarbeitet werden können, verbleiben in der Liste und müssen manuell vom Anwender überprüft und ggf. korrigiert werden. Über die Infoboxen kann das Ergebnis der Prüfpläne eingesehen werden. Das Protokoll der Prüfschritte beinhaltet, welche Prüfschritte bereits erfolgreich ausgeführt wurden und welche noch offen sind. Per DrillDown sind die Protokollposten einsehbar.

